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Limburg, 08.01.2026

Klimaneutralität bis 2045 beschlossen

Bis 2045 soll das Bistum Limburg vollständig klimaneutral sein. Dies geht aus dem aktuell beschlossenen ersten Klimaschutzkonzept des Bistums hervor.

Um erste Maßnahmen umsetzen zu können, stellt das Bistum Limburg sechs Millionen Euro in Form von zwei Förderfonds zur Verfügung. Diese Mittel sollen vor allem dafür eingesetzt werden, die jährlichen CO2-Emissionen von etwa 42.000 Tonnen schrittweise zu reduzieren, die in den Bereichen Mobilität, Beschaffung und Gebäude entstehen. So soll die Klimaneutralität des Bistums in vier Stufen erfolgen: Bis 2030 sollen 50 Prozent der aktuellen Emissionen eingespart werden, 72 Prozent sollen es bis 2035 sein, bis 2040 insgesamt 87 Prozent und bis 2045 93 Prozent. Ursächlich für die restlichen sieben Prozent sind Entwicklungen, die nicht im Verantwortungsbereich des Bistums liegen.

Sichtbare Erfolge

In einer Zeit, in der der Klimawandel für alle immer spürbarer wird, will das Bistum mit gutem Beispiel vorangehen und einen ersten Schritt in Richtung nachhaltige Zukunft gehen. Fünf Millionen Euro dienen in Form einer Klimaneutralitätsrücklage Maßnahmen an Gebäuden des Bistums. Eine Million Euro fließen in einen speziellen Nachhaltigkeitsfonds. „Ziel ist es, dass das Klimakonzept dazu beiträgt, dass sich im Bistum spürbar etwas verändert und wir sichtbare Erfolge erzielen“, erklärt Johanna Schumacher, Klimaschutzmanagerin des Bistums.

Kleine Schritte mit großer Wirkung

Das Klimaschutzkonzept des Bistums orientiert sich bewusst am Klimaziel des Bundes, welches eine Klimaneutralität bis 2045 vorsieht. Die Klimaneutralität soll in bewussten Schritten erreicht werden. „Wir wollten einen realistischen Fahrplan, der auch mit den vorhandenen Ressourcen realisierbar ist”, so Schumacher.

Investment in die Zukunft

Das aktuelle Konzept macht klar, dass Stillstand in Bezug auf den Klimaschutz langfristig höhere Kosten für das Bistum bedeuten würde. Deshalb müssen bereits kurzfristig große Ressourcen gebündelt werden. Der dringendste Handlungsbedarf liegt bei der Gebäudesanierung. Dem gegenüber stehe laut Schumacher jedoch ein großes Einsparungspotenzial, da die CO2-Preise und Netzentgelte in Zukunft steigen werden. Das Bistum wird sich also für Klimaschutz einsetzen, und weiter so auch die finanzielle Sicherheit des Bistums stärken.

Impulsgeber für Klimaschutz

Das Bistum will vorbildhaft vorangehen und die nötige Infrastruktur für einen nachhaltigen Wandel schaffen. Die geplanten Maßnahmen, wie zum Beispiel die Modernisierung von Heizsystemen, Angebote für nachhaltige Mobilität oder die klimafreundliche Beschaffung von Arbeitsmaterialien, sind eine konkrete Einladung an alle Gemeinden, Einrichtungen und Gläubigen, gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft zu arbeiten.

Alexander Thiele

Volontär in der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Klimaschutzkonzept des Bistums Limburg zum Download

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