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Limburg, 30.01.2026

Wenn das Leben von der Temperatur abhängt

Erwartete Temperaturen bis minus 20 Grad Celsius, dazu gezielte Angriffe auf die Energieinfrastruktur: Damit haben die Menschen in der Ukraine derzeit zu kämpfen. Der Winter wird so für zehntausende Zivilistinnen und Zivilisten zur tödlichen Bedrohung.

Um den Menschen vor Ort zu helfen, stellen das Bistum Limburg und der Caritasverband für die Diözese Limburg Caritas international eine Soforthilfe in Höhe von 30.000 Euro zur Verfügung.

Mit dem Geld werden besonders gefährdeten Menschen Brennstoff und Heizmaterial, winterfeste Haushalts- und Hygieneartikel, Notunterkunftssets zur Reparatur beschädigter Häuser zur Verfügung gestellt. Weiterhin gibt es Hilfspakete für Evakuierte mit Schlafsäcken, Thermobehältern und warmer Kleidung.

Extreme Kälte wird lebensbedrohlich

„In diesem Kriegswinter entscheiden Wärme und Strom immer öfter über Menschenleben. Besonders für geschwächte alte Menschen und chronisch Kranke wird die extreme Kälte schnell lebensbedrohlich“, erklärt Hannah Kikwitzki von Caritas international. Laut offiziellen Angaben sind mittlerweile mehr als eine Million Menschen ohne Strom, Wasser und Heizung – so viele wie nie zuvor. Und das bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius im kältesten Winter seit Beginn des Krieges.

In der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw gibt es in vielen Stadtteilen derzeit nur wenige Stunden Strom pro Tag. Familien schlafen vollständig angezogen mit mehreren Kleidungsschichten übereinander, um nicht zu frieren. Kinder lernen bei Taschenlampenlicht.

In Regionen nahe der Kriegsfront – etwa in Charkiw, Cherson oder Saporischschja – leben die Menschen teils bei Innentemperaturen von nur fünf bis sieben Grad tagsüber. „Wir erleben, wie Kälte gezielt als Kriegswaffe eingesetzt wird“, erklärt Kikwitzki.

Dringend Hilfe benötigt

Die Menschen sind erschöpft und psychisch am Limit. Um die Not zu lindern, sind die 70 ukrainischen Caritas-Zentren zu „Schutz- und Wärmepunkten“ ausgebaut worden – Orte, an denen Menschen sich aufwärmen, warme Mahlzeiten bekommen, Geräte aufladen und psychologische Unterstützung erhalten können. Doch der Bedarf ist so groß, dass die Mittel nicht reichen. „Wir müssen täglich entschieden, wer am dringendsten Hilfe benötigt. Das ist eine der schwersten Situationen für unsere Teams vor Ort“, sagt Kikwitzki.

Das Bistum Limburg und der Diözesancaritasverband für die Diözese Limburg rufen daher zur Solidarität durch Gebet und Spenden mit den Menschen in der Ukraine auf:

Caritas international
Sozialbank
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33XXX
Spendenstichwort: CY02209 Nothilfe Ukraine

Felicia Schuld

Ressortleitung Multimedia, Redakteurin Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

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