Kelkheim (Taunus), 25.03.2026
Alle Kinder haben Träume
Die Misereor-Fastenaktion will Kinder früh für globale Themen wie soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Solidarität sensibilisieren. An der Vorbereitung der Veranstaltung waren sowohl die Katholische Region Taunus als auch die Katholische Familienbildung Taunus beteiligt.
Kindheit in Kamerun
Unter dem Motto „Wünsche und Träume“ erfuhren die Kinder, unter anderem durch einen spannenden Kurzfilm, viel über das Leben im diesjährigen Gastgeberland Kamerun und fertigten sogar gemeinsam ein eigenes Hungertuch. Im Film wird der neunjährige Melchior in seinem Alltag begleitet. So erhält das Publikum interessante Einblicke in das Leben der Bewohner Kameruns. Im Anschluss wurden die Kinder nach ihren Berufs- und Zukunftswünschen gefragt und es wurde verdeutlicht, wie schwierig es für junge Menschen in Kamerun ist, dieselben Träume zu verfolgen. Das von den Kindern gefertigte Tuch wird während der Fastenzeit in den Kirchen der Pfarrei ausgestellt und lädt Besucherinnen und Besucher zum Betrachten und Nachdenken ein.
„Durch Aktionen wie diese verankern wir den Misereor-Gedanken in der ganzen Region“, sagte Schmidt im Anschluss an die Veranstaltung: „Jede der neun Pfarreien der Katholischen Region Taunus hat eine eigene Misereor-Aktion veranstaltet oder wird dies bis Ostersonntag noch tun. Wir freuen uns sehr, dass sich so begeistert an der Fastenaktion beteiligt wird.“
Hungertuch für die Zukunft
Auch der Leiter der Katholischen Familienbildung Taunus René Kersting zog ein positives Resümee zur Veranstaltung: „Die Aktion hat die Kinder ganz neu für die Zukunft begeistert. Man glaubt gar nicht, was Kinder in diesem Alter schon für konkrete Berufswünsche haben!“ Das sähe man besonders auf dem gemeinsam gefertigten Hungertuch. Jedes der Kinder hat dazu ein eigens bemaltes Stoffstück beigesteuert, auf die die Kinder ihre Zukunftswünsche malen sollten. „Dort sieht man viele Polizeiautos, Bagger, Prinzessinnen und Ärztinnen“, resümierte Schmidt. „Jedoch sieht man dort nicht nur Berufe. Viele Kinder malten auch ihre Familie oder ähnliches. Zusammenhalt ist den Kindern für ihre Zukunft eindeutig wichtig. Insofern haben sie eine wichtige Botschaft der Fastenaktion verinnerlicht.“
Reisebegleiter „Rucky Reiselustig“
Auf ihrer fiktiven Reise ins afrikanische Kamerun wurden die Kinder vom Maskottchen der Aktion begleitet: „Rucky Reiselustig“, einem neugierigen Rucksack aus Leinen, etwa so groß wie ein Schulranzen. „Rucky wurde von einer Erzieherin aus der Pfarrei genäht“, erklärt Kersting. „Seine fiktive Reise von Deutschland ins kamerunische Douala zeigt den Kindern, dass wir eine gemeinsame Erde bewohnen und wie unterschiedlich Kinder auf der ganzen Welt aufwachsen.” Diese Verbindung aus kreativem Gestalten mit globalem Lernen mache weltweite Solidarität bereits für die Jüngsten erlebbar. Ähnlich äußerte sich Schmidt: „Die Kinder haben durch die Aktion zwei wesentliche Dinge gelernt. Erstens: Die Welt ist groß und Kinder wachsen nicht überall gleich auf. Viele Kinder brauchen Hilfe, um ein angemessenes Leben führen zu können. Diese Hilfe können wir leisten. Zweitens: Alle Kinder haben Träume. Wie können sie ihre Träume verwirklichen und anderen genau dabei helfen?“ Auf diese Frage hat die Aktion bereits den Jüngsten auf verständliche und spielerische Art und Weise wichtige Antworten vermittelt.