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17.03.2026

Aus dem Glauben handeln. Zukunft gestalten

Der Diözesansynodalrat hat die Beschlussempfehlungen zum Haushaltssicherungskonzept abschließend beraten und dem Bischof zur Umsetzung empfohlen. – Ein zentraler Schritt, um die finanzielle Zukunft und Handlungsfähigkeit der Kirche zu sichern. Neben finanziellen Maßnahmen wurden auch Anträge zu Verwaltungseffizienz und Klimaschutz beschlossen.

Diözesansynodalrat empfiehlt Maßnahmenpaket zum Haushaltssicherungskonzept

Nach den bereits erfolgten Beratungen des Haushaltssicherungskonzepts in Seelsorgerat und Bistumsteam, hat nun der DSR als letztberatendes synodales Gremium seine Empfehlungen für die 22 Maßnahmenbündel aus dem HSK beraten und dem Bischof übergeben. Mit dieser Beschlussempfehlung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur finanziellen Zukunftssicherung des Bistums Limburg erreicht. Der Diözesansynodalrat hat die Vorschläge differenziert beraten und verantwortungsvoll abgewogen. 

Die Beratungen zeigten, dass die Entscheidungen zum Haushaltssicherungskonzept angesichts der erwarteten rückläufigen finanziellen Ressourcen für das Bistum nicht einfach sind. Gleichzeitig sind sie eine wichtige Voraussetzung, damit das Bistum Limburg auch unter veränderten Rahmenbedingungen handlungsfähig bleibt und seinen Verkündigungsauftrag weiterhin erfüllen kann.

Verantwortung für die Zukunft der Kirche

In seiner Einführung unterstrich Bischof Dr. Georg Bätzing, dass gerade in einer Situation, in der Ressourcen knapper werden, es darum gehe, Verantwortung für die Zukunft der Kirche zu übernehmen. Die heute beratenen Beschlussempfehlungen seien daher eine notwendige Grundlage, um die nächsten Schritte im Prozess gehen zu können. Gleichzeitig sei klar, dass mit diesen Entscheidungen der Weg erst beginnt und die konkrete Ausarbeitung der Maßnahmen das Bistum noch über mehrere Jahre beschäftigen wird.

Der Bischof dankte allen, die sich in den vergangenen Monaten in den Prozess eingebracht haben. Viele Rückmeldungen aus Gremien, Fach- und Resonanzgruppen sowie aus den Regionen des Bistums seien in die Weiterentwicklung der Vorschläge eingeflossen.

„In den Beratungen war es uns ein zentrales Anliegen, dass notwendige Einsparungen nicht zulasten der Menschen gehen. Die Präsenz der Seelsorge und die Angebote für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen dürfen nicht stärker eingeschränkt werden als unbedingt erforderlich. Gerade darin zeigt sich, dass wir auch unter veränderten finanziellen Bedingungen unserem Auftrag als diakonische Kirche gerecht bleiben wollen“ ergänzt die Sprecherin des DSR, Silke Langner, zu den Beratungen.

Beratung von Begleitanträgen

Neben den Maßnahmen des Haushaltssicherungskonzepts befasste sich der Diözesansynodalrat auch mit mehreren Begleitanträgen, die mehrheitlich angenommen wurden.

Ein Antrag sieht vor, den Anteil des Haushaltsbudgets für „Verwaltung und Leitung“ in den kommenden Jahren deutlich zu reduzieren und stärker an den Anteilen vergleichbarer Bistümer auszurichten. 

Ein weiterer Antrag erinnert daran, dass bei der Umsetzung der Maßnahmen zur Haushaltssicherung auch die bereits beschlossenen Ziele zur Treibhausgasneutralität berücksichtigt werden sollen. Dazu soll ein konkreter Klimaschutzplan entwickelt und dem Diözesansynodalrat vorgelegt werden. 

Darüber hinaus wurde vereinbart, dass der Diözesansynodalrat über den Fortgang der weiteren Ausarbeitung der Maßnahmen regelmäßig informiert und entsprechend der in den Bistums-Statuten vorgesehenen Regelungen beteiligt wird. 

Nächste Schritte im Prozess

Nach den Beschlussempfehlungen im Bistumsteam am 10. März und des Diözesansynodalrates liegt nun eine zentrale Grundlage für die Entscheidung des Bischofs vor. Anschließend wird das Haushaltssicherungskonzept im Diözesankirchensteuerrat am 18. April 2026 beraten.

Der Prozess hat das gemeinsame Ziel, die finanzielle Tragfähigkeit des Bistums langfristig zu sichern und zugleich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Kirche auch in Zukunft präsent sein kann. Gerade angesichts knapper werdender Mittel geht es darum, die vorhandenen Ressourcen so einzusetzen, dass der Verkündigungsauftrag der Kirche auch für kommende Generationen erfüllt werden kann.

Martin Fuchs

Leiter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

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