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Limburg

Bistumsteam empfiehlt Maßnahmenbündel zum Haushaltsicherungskonzept

Ein klares Votum zu den vorgeschlagenen Maßnahmen des Haushaltssicherungskonzept hat das Bistumsteam am Dienstag, 10. März 2026, Bischof Georg Bätzing gegeben. Das höchste kuriale Gremien der Diözese empfiehlt dem Bischof unter Berücksichtigung der Voten zu den Einzelmaßnahmen das Maßnahmenbündel 1 bis 22 zum Haushaltssicherungskonzept.

In der intensiven Beratung wurde deutlich, dass im Bistumsteam ein breiter Konsens über die Notwendigkeit der strukturellen Konsolidierung besteht. Alle Maßnahmen wurden einzeln jeweils mit Mehrheit und das Gesamtpaket einstimmig dem Bischof zum Beschluss empfohlen.  

Geistliches und Konkretes gehören zusammen

Bischof Georg Bätzing ordnete den Prozess in seiner Einführung geistlich und strategisch ein. Er betonte, dass im christlichen Verständnis das Geistliche und das konkrete Handeln untrennbar zusammengehören. Strategische Entscheidungen und auch notwendige Einschnitte seien deshalb Teil verantwortlicher kirchlicher Gestaltung.

Zugleich würdigte der Bischof die intensive Beteiligung vieler Menschen am bisherigen Prozess und dankte ausdrücklich für die offenen Diskussionen und unterschiedlichen Positionen, die in den vergangenen Monaten eingebracht worden seien. Der Hintergrund der notwendigen Maßnahmen sei der erwartete Rückgang der finanziellen Ressourcen. Bis zum Jahr 2035 müsse das Bistum mit deutlich geringeren Mitteln auskommen.

Der Bischof machte deutlich, dass die aktuellen Beschlüsse einen wichtigen, aber nur ersten Schritt darstellen. In den kommenden Prozessphasen werde sich zeigen, wie die Maßnahmen konkret umgesetzt werden können und ob das angestrebte Ambitionsniveau erreicht wird.

Das Votum des Bistumsteams wird nun den Gremien in der Diözese transparent gemacht. Am Samstag, 14. März 2026, wird sich der Diözesansynodalrat (DSR) mit den Vorschlägen und Maßnahmen befassen und dem Bischof ebenfalls eine Beschlussempfehlung geben. Auf dieser Grundlage wird der Bischof eine Entscheidung treffen, die die Grundlage für die abschließenden Beratungen zum Haushaltssicherungskonzept im Diözesankirchensteuerrat am 18. März 2026 ist. Die Maßnahmenbündel werden danach den Mitarbeitenden des Bistums und der Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Mit der Empfehlung des Bistumsteams beginnt nun die nächste Phase der Beratung in den zuständigen Gremien. Ziel bleibt, die finanzielle Tragfähigkeit des Bistums zu sichern und zugleich den kirchlichen Auftrag unter veränderten Rahmenbedingungen zukunftsfähig zu gestalten.

Intensiver Beratungsprozess

Der Entscheidung des Bistumsteams ist ein intensiver Beteiligungs- und Beratungsprozess vorausgegangen. Ausgangspunkt war der zweite Gremientag im September 2025, bei dem 22 Maßnahmenbündel zur Erreichung des vereinbarten Ambitionsniveaus vorgestellt wurden. Die Teilnehmenden waren eingeladen, Rückmeldungen zu geben, Alternativvorschläge einzubringen und offene Fragen zu benennen.

In den folgenden Monaten wurden die Vorschläge in Resonanz- und Fachgruppen vertieft geprüft. Dabei standen insbesondere Machbarkeit, strategische Passung, Chancen und Risiken sowie mögliche Konditionierungen für die Umsetzung im Mittelpunkt. Rückmeldungen aus den Gremien wurden dokumentiert und in die Weiterentwicklung der Maßnahmen eingebracht.

Stephan Schnelle

Pressesprecher

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