Limburg, 03.03.2026
Das Bistum Limburg trauert um Walter Steffan
Dr. Walter Steffan, im Zivilberuf Vorsitzender Richter am Landgericht Frankfurt, war zwischen 1976 und 1984 über zwei Amtszeiten hinweg Vizepräsident und für drei Amtszeiten von 1984 bis 1996 Präsident der Diözesanversammlung im Bistum Limburg, der gewählten Vertretung der Katholiken im Bistum. In dieser Funktion war er Mitglied des Diözesansynodalrates und dessen Vorstandes. Er hat die Sitzungen der Diözesanversammlung geleitet und viele Versammlungen des Diözesansynodalrates, des obersten Beratungsgremiums des Bistums, moderiert.
Synodalordnung miterarbeitet
Von 1976 bis 1996 war er Mitglied des Hauptausschusses Recht und für mehrere Amtszeiten auch Vorsitzender. Er hatte entscheidenden Anteil an der Erarbeitung der Synodalordnung, die am 23. November 1977 von Bischof Dr. Wilhelm Kempf nach der Empfehlung durch die Diözesansynode unterzeichnet wurde. Dabei war ihm das Einhalten demokratischer Regeln unter Beachtung der bischöflichen Autorität ein besonderes Anliegen. Der „Limburger Stil“ im synodalen Miteinander wurde von ihm mitgeprägt. Die Diskussionen in den Gremien hat er mit hohem Sachverstand, der notwendigen Gelassenheit und angemessenen Humor geleitet.
In seiner Zeit als Vizepräsident und Präsident der Diözesanversammlung hat er den Wechsel von Bischof Dr. Wilhelm Kempf zu Bischof Dr. Franz Kamphaus erlebt und die Weiterentwicklung des Bistums maßgeblich mitgestaltet. Beiden Bischöfen war er ein geschätzter, verlässlicher und, wo dies notwendig war, verschwiegener Gesprächspartner und Berater.
Ehrungen auch aus Rom
Papst Johannes Paul II. hat seine Verdienste durch die Verleihung des päpstlichen Gregoriusordens gewürdigt und ihn zum „Ritter des Ordens vom Heiligen Gregor dem Großen“ ernannt. Diese Auszeichnung wurde ihm ebenso wie die Georgsplakette des Bistums Limburg durch Bischof Dr. Franz Kamphaus überreicht.
Das Bistum Limburg und seine synodalen Gremien danken Dr. Walter Steffan für sein zuverlässiges und beispielhaftes ehrenamtliches Engagement im kirchlichen Dienst und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Dienstag, 10. März 2026, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Kronberg-Oberhöchstadt, Steinbacher Straße 2 statt.