Limburg, 19.03.2026
Kaffee für die Partnerschaft
Vom Schokoladenriegel erzählt Stefan Diefenbach, wenn er die Geschichte, die hinter dem Wikijung-Kaffee steckt, zum Besten gibt. Als dieser Schokoladenriegel nicht mehr mit Kakao aus Kamerun produziert wurde, sollte ein neues Produkt her, um die Partnerschaft zwischen dem Bistum Limburg und dem Bistum Kumbo in Kamerun konkret werden zu lassen und die Arbeit vor Ort zu unterstützen. Mittlerweile gibt es den Kaffee mit dem Label „Wikijung“ seit 10 Jahren.
Auf einer Fairhandels-Messe wurde an einem Stand Kaffee ausgeschenkt. Diefenbach, der im Weltladen in Bornheim arbeitet und sich seit vielen Jahren für die Partnerschaft mit der Diözese Kumbo einsetzt, kam mit dem Standpersonal ins Gespräch. „Der Kaffee hier ist aus Kamerun, kennst du sicher nicht“, sagte der Gründer von Utamtsi, einem Unternehmen, das unter anderem fair-gehandelten Kaffee vertreibt. „Doch, ich war sogar schon mal dort“, habe Diefenbach geantwortet, „im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem Bistum Limburg und dem Bistum Kumbo.“ „Ja, aber das hier kommt vom Mount Oku, das kennst du nicht.“ „Doch, da bin ich auch schon gewesen.“ So kam der Kontakt mit Utamtsi zustande, die nun seit zehn Jahren im Bistum Limburg den Wiki-Jung-Partnerschaftskaffee verkaufen. „Wikijung“ – das heißt „Willkommen“ in der Sprache, die in der Region um Mount Oku gesprochen wird.
Du bist willkommen – auf eine Tasse Kaffee
Das Projekt verbindet nicht nur die Diözesen Kumbo und Limburg miteinander, sondern hat auch eine „Süd-Süd-Verbindung“ geschaffen, erklärt Diefenbach. „Wir haben mit diesem Projekt auch die Diözese Kumbo mit den Kaffee-Bauern verbunden. Das hat mir damals sehr gut gefallen. Sie wussten voneinander eher nichts beziehungsweise waren nicht in Kontakt.“ Die Botschaft „Du bist willkommen“ mit einer guten Tasse Kaffee sei auch heute wichtig – eine Willkommenshaltung, die über den Kaffee kommen kann.
„Wir haben angefangen, Wikijung im Päckchen mit 250 Gramm gemahlenem Kaffee zu verkaufen“, erzählt Diefenbach. Dazu kamen dann weitere Ausführungen: 250 Gramm Bohnen, 500 Gramm Bohnen und Espresso – gemahlen und als Bohne. Allein im Jahr 2024 wurden knapp 900 Kilogramm Kaffee und Espresso verkauft. Von jedem Kilo gehen 45 Cent an die Diözese Kumbo für den Aufbau und die Instandhaltung von sozialen Infrastrukturen. Seit Beginn des Projekts konnten etwa 67.500 Euro gespendet werden. Erhältlich ist der Kaffee beispielsweise im Weltladen in Frankfurt-Bornheim und Bockenheim, bei Blumen Hecktor in Frankfurt-Unterliederbach oder auf der Seite von Utamtsi (https://www.utamtsi-kaffee.com/bio-wiki-jung-kaffee/).