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Limburg, 16.03.2026

Wirklichkeit wahrnehmen - Hoffnung stärken

Die Zahl der Katholikinnen und Katholiken im Bistum Limburg ist im Jahr 2025 weiter zurückgegangen. Das geht aus der aktuellen Kirchlichen Statistik hervor, die das Bistum veröffentlicht hat.

Zum Stichtag 31. Dezember 2025 gehörten insgesamt 486.168 Menschen der katholischen Kirche im Bistum Limburg an. Damit setzt sich der seit Jahren zu beobachtende Rückgang der Mitgliederzahlen fort.

Insgesamt 9.114 Menschen traten 2025 aus der katholischen Kirche auf dem Gebiet der Diözese aus. Dem standen 89 Eintritte sowie 321 Wiederaufnahmen gegenüber.

Im selben Zeitraum wurden im Bistum Limburg 2.424 Taufen gefeiert. Insgesamt 3.813 Kinder empfingen erstmals die Eucharistie, 2.732 Jugendliche wurden gefirmt. 476 Paare spendeten sich das Sakrament der Ehe. Kirchlich bestattet wurden 5.206 Verstorbene.

Die durchschnittliche Gottesdienstteilnahme lag im Jahr 2025 bei 36 Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern pro 1.000 Katholikinnen und Katholiken.

Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen sich von der Kirche entfernen, bleibt die Botschaft des Evangeliums eine Quelle der Hoffnung. Sie ist nicht kleiner geworden. Deshalb brauchen wir den Mut, neue Wege zu gehen, den Glauben glaubwürdig zu leben und nahe bei den Menschen zu sein – besonders bei jungen Menschen und Familien Quelle: Bischof Georg Bätzing

Zahlen ernst nehmen - neue Wege suchen

Mit Blick auf die aktuellen Zahlen betont Bischof Georg Bätzing, dass die Statistik eine Realität sichtbar mache, der sich die Kirche stellen müsse: „Die Zahlen bewegen mich und sie machen deutlich, dass sich die Realität kirchlichen Lebens weiter verändert. Wir dürfen diese Entwicklung weder kleinreden noch an ihr vorbeigehen. Sie ist Teil der Wirklichkeit, in der wir heute als Kirche leben“, sagte der Bischof. Gleichzeitig sieht er in dieser Situation auch einen Auftrag zur Erneuerung. Die Kirche müsse sich immer wieder neu fragen, wie sie Menschen erreichen und begleiten könne. „Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen sich von der Kirche entfernen, bleibt die Botschaft des Evangeliums eine Quelle der Hoffnung. Sie ist nicht kleiner geworden. Deshalb brauchen wir den Mut, neue Wege zu gehen, den Glauben glaubwürdig zu leben und nahe bei den Menschen zu sein – besonders bei jungen Menschen und Familien“, so Bätzing.

Hoffnung und Orientierung in Zeiten des Wandels

Angesichts gesellschaftlicher und kirchlicher Veränderungen dürfe man nicht in Resignation verfallen, sondern müsse den Blick bewusst auf Hoffnung und Erneuerung zu richten. Die Kirche stehe vor großen Herausforderungen, habe zugleich aber den Auftrag, Menschen Orientierung, Gemeinschaft und Unterstützung anzubieten – etwa in den Bereichen Bildung, Erziehung, Caritas und sozialer Verantwortung.

Vor diesem Hintergrund arbeitet das Bistum Limburg weiter an strategischen Entwicklungen für die Zukunft der Kirche in der Region. Ziel ist es, pastorale Angebote stärker an der Lebenswirklichkeit der Menschen auszurichten und vorhandene Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen.

Die vollständigen statistischen Daten zum kirchlichen Leben im Bistum Limburg sind unter: https://limburg.bistumsatlas.de/statistik/ abrufbar.

Stephan Schnelle

Pressesprecher

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