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Waldernbach, 27.11.2025

Digital Detox im Westerwald

In der heutigen digitalen Welt ist ständige Erreichbarkeit längst zur Selbstverständlichkeit geworden. E-Mails, Social Media und Anrufe sind dank Smartphones und Smartwatches ständige Begleiter.

Themen wie Bildschirmzeit-Reduktion oder Selbstfürsorge spielen eine immer größere Rolle im Leben vieler Menschen. Wie gelingt es wieder stärker im Hier und Jetzt zu leben? Genau bei dieser Frage setzt der Achtsamkeitspfad des Hildegardishof in Waldernbach an.

Den stressigen Alltag zumindest kurz vergessen

Der Pfad lädt dazu ein, den stressigen Alltag an insgesamt sechs Stationen für einen kurzen Moment zu vergessen. Er führt in der unmittelbaren Nähe zum Hildegardishof durch ein Waldstück und bietet die Gelegenheit, den Wald mit den eigenen Sinnen neu zu entdecken. Jede Station ist eine kleine Übung, die eigene Achtsamkeit zu schulen und den Moment wieder bewusster wahrzunehmen. 

Doch was bedeutet „Achtsamkeit” eigentlich genau? „Achtsamkeit bedeutet die eigene Aufmerksamkeit bewusst zu steuern. Dabei konzentrieren wir uns auf das Hier und Jetzt und denken dabei weder an die Vergangenheit noch an die Zukunft”, heißt es an einer der Stationen des Achtsamkeitspfades. 

Sechs Stationen – den Wald mit allen Sinnen erleben

Die sechs Stationen des Achtsamkeitspfads („Atmen“, „Gehen“, „Fühlen“, „Riechen“, „Hören“, „Sehen“) bieten gezielte Übungen, den Moment bewusster wahrzunehmen. Für das optimale Erlebnis sollten zwischen eineinhalb und zwei Stunden Zeit eingeplant werden. An den Stationen können mittels QR-Code Audio-Aufnahmen heruntergeladen werden, die anhand kleiner Übungen durch den Pfad führen.

Für Einzelne, Gruppen und Familien

Ob allein oder als Gruppe: Der Achtsamkeitspfad bietet allen Interessierten die Möglichkeit, den Wald aus einer neuen Perspektive zu erleben. Dabei soll der Pfad auch bewusst junge Menschen ansprechen. „Gerade Kinder und Jugendliche, die wenig Erfahrung mit dem Thema Wald haben, sollen mit dem Pfad die Möglichkeit erhalten, den Wald mit neuen Sinneseindrücken zu erleben”, sagt der Initiator des Pfades und Leiter des Hildegardishofs Sebastian Schneider. 

Das Projekt ist Teil der „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ (SDW), die sich seit 1947 für den Erhalt deutscher Wälder und im Bereich Waldpädagogik engagiert.

Alexander Thiele

Volontär in der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

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