Limburg, 01.10.2025
Einblick in die Personalstruktur
Die Analyse bildet die Grundlage für den anstehenden Gleichstellungsplan, in dem konkrete Ziele und Maßnahmen festgelegt werden sollen, um langfristig mehr Gleichstellung zu erlangen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Der Gleichstellungsplan soll dazu beitragen, die Geschlechtergerechtigkeit im Bistum Limburg nachhaltig weiterzuentwickeln.
Die Analyse bezieht sich auf die Mitarbeitenden des Bistums Limburg und des Domkapitels, wobei geweihte Personen nicht berücksichtigt wurden. Weitere Beschäftigte des Bistums Limburg, beispielsweise aus den Bereichen Schule, Kindergärten und Pfarreien sollen getrennt betrachtet werden.
Ergebnisse der Analyse
66 Prozent der Mitarbeitenden sind Frauen, gleichzeitig sind diese in den höheren Gehaltsgruppen nach wie vor unterrepräsentiert. Fast die Hälfte der Belegschaft ist über 50 Jahre alt. Das Durchschnittsalter liegt mit 49 Jahren deutlich über dem bundesweiten Schnitt. Teilzeitarbeit ist mit 49 Prozent weit verbreitet, wobei etwa 80 Prozent der Teilzeitkräfte Frauen sind. Die Analyse verweist damit auf bestehende Unterschiede in der Verteilung von Care-Arbeit. „Teilzeit darf nicht zur Karrierebremse werden – wir wollen Arbeitsmodelle schaffen, die echte Gleichstellung ermöglichen“, betonen Janina Rikovsky und Katrin Egenolf vom Gleichstellungsteam.
Der Anteil weiblicher Führungskräfte liegt bei 44 Prozent. Während auf Ebene der Regionalleitungen bereits ein Frauenanteil von 71 Prozent erreicht ist, zeigt sich auf Ebene der Bereichsleitungen mit einem Frauenanteil von 27 Prozent noch deutlicher Handlungsbedarf. In wichtigen Gremien, wie dem Bistumsteam (21 Prozent) oder dem Diözesankirchensteuerrat (26 Prozent), ist der Frauenanteil weiterhin deutlich unter der angestrebten Parität.
Noch nicht am Ziel
„Die Zahlen zeigen: Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch nicht am Ziel. Vor allem in strategisch wichtigen Führungspositionen wollen wir den Frauenanteil erhöhen und Frauen stärker sichtbar machen“, erklären Rikovsky und Egenolf.
Kontakt für Rückfragen: j.rikovsky@bistumlimburg.de oder k.egenolf@bistumlimburg.de