Berlin, 07.01.2026
Aus dem Taunus nach Berlin
Dort begrüßte sie Minister Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, in Vertretung von Bundeskanzler Friedrich Merz. „Ganz herzlichen Dank dafür, dass Ihr diesen Dienst tut für andere Kinder auf der Welt und natürlich auch für die Menschen in Euren Pfarreien, die sich freuen, wenn um den Dreikönigstag die Sternsinger vorbeikommen und die Häuser segnen”, sagte Frei. Bundeskanzler Merz war wegen eines wichtigen politischen Termins in Paris kurzfristig verhindert, ließ von seinem Vertreter aber wertschätzende Grüße ausrichten.
Solidarität mit Kindern weltweit
Es sei eine große Ehre für die Mädchen, das Bistum Limburg beim Empfang zu repräsentieren, sagten sie. Gemeinsam mit 104 weiteren Sternsingerinnen und Sternsingern aus der ganzen Bundesrepublik brachten Elisa, Hannah, Nora und Lisa den Segen ins Bundeskanzleramt. „Es ist einfach toll zu sehen, dass man gesehen wird als Sternsinger”, erzählt Hannah Noll. „Selbst wenn Herr Merz jetzt nicht da war, ist ja der Minister da gewesen. Und es ist ja auch so, dass wir eine Botschaft vermitteln wollen: Damit es den Kindern auf der Welt besser geht, dass sie zur Schule gehen können und dass sie ein Recht auf Bildung haben. Ich finde gut, dass das Bundeskanzleramt uns die Möglichkeit gibt, für diese Botschaft zu sprechen." Nora Weismüller hofft, Menschen auf die Aktion Dreikönigssingen aufmerksam machen zu können, damit vielen Kindern geholfen werden kann. „Auch wenn manche sagen, Schule sei blöd, muss man sich immer wieder bewusst machen, wieviel Glück wir hier haben, dass wir zur Schule gehen können”, sagt sie.
Die 68. Aktion Dreikönigssingen steht unter dem Leitwort „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit” und stellt das Recht auf Bildung in den Mittelpunkt. „Bildung und die Chance, lernen zu dürfen, ist die Voraussetzung, dass man dann wirklich ein selbstbestimmtes Leben führen kann“, machte Kanzleramtsminister Thorsten Frei deutlich. Das Engagement der Sternsingerinnen und Sternsinger sei wichtig, um genau dies immer wieder ins Bewusstsein zu bringen. „Ihr seid damit auch ein Vorbild für viele Gleichaltrige. Und Ihr seid auch ein Vorbild für viele Erwachsene, weil Ihr selber etwas tut und auf die Probleme in der Welt hinweist.“
„Kinderrechte brauchen politische Unterstützung“
Im Namen der bundesweiten Aktionsträger bedankte sich Daniela Hottenbacher, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), bei Minister Thorsten Frei für die Einladung und warb im Sinne der Kinder in aller Welt um die Unterstützung aus der Politik. „Kinderrechte brauchen politische Unterstützung. Sie brauchen klare Entscheidungen in der Entwicklungszusammenarbeit, ein konsequentes Vorgehen gegen Kinderarbeit entlang globaler Lieferketten und das klare Bekenntnis zu Deutschlands internationaler Verantwortung”, sagte Hottenbacher. „Wir bitten Sie daher, sich dafür einzusetzen, dass Kinder weltweit geschützt werden, dass sie lernen können, statt zu arbeiten, dass Gewalt gegen sie benannt und verhindert wird, und dass Kinder, die besonders gefährdet sind, gezielt gestärkt werden. Im Namen des BDKJ, des Kindermissionswerks und aller jungen Menschen, die in den kommenden Tagen unterwegs sind, danke ich Ihnen sehr herzlich für Ihre Zeit und Ihre Unterstützung.“ Daniela Hottenbacher hatte die Sternsingerinnen und Sternsinger gemeinsam mit Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, ins Bundeskanzleramt begleitet.
Hintergrund Segen im Bundeskanzleramt
Seit 1984 bringen die Sternsingerinnen und Sternsinger jedes Jahr ihren Segen ins Bundeskanzleramt. Jeweils vier Königinnen und Könige aus allen 27 Bistümern repräsentieren dabei alle Kinder und Jugendlichen, die sich bundesweit an der Aktion beteiligen.