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Limburg/Aachen, 25.11.2025

Berufliche Bildung im Mittelpunkt

„Hier fängt Zukunft an“ ist das Leitwort der Fastenaktion 2026 von Misereor. Das katholische Hilfswerk für Entwicklungszusammenarbeit lädt unter diesem Motto dazu ein, sich gemeinsam mit Menschen in Misereor-Projekten in Kamerun für neue Zukunftsperspektiven und die berufliche Bildung der jungen Generation zu engagieren. Die Fastenaktion wird am Sonntag, 22. Februar 2026, in Hofheim im Taunus eröffnet.

Zwischen Aschermittwoch und Ostern wirbt Misereor um Spenden und nimmt bei der Fastenaktion 2026 das Problem der Jugendarbeitslosigkeit in den Blick. Weltweit waren zuletzt mehr als 20 Prozent der 15- bis 24-Jährigen weder erwerbstätig, noch befanden sie sich in einer Aus- oder Weiterbildung. In Kamerun ist die Situation besonders prekär: In der Hauptstadt Douala sind 70 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner jünger als 35 Jahre. Viele von ihnen leben unterhalb der Armutsgrenze. Es mangelt an Jobs und Ausbildungsplätzen – gesellschaftliche Anerkennung und Teilhabe bleiben auf der Strecke. Zudem steht ihnen ohne den Zugang zu Ausbildung meist nur der Weg in informelle Arbeitsverhältnisse offen, die wiederum prekäre Lebensbedingungen und Perspektivlosigkeit festschreiben. Misereor will mit der Fastenaktion auf diesen Teufelskreis aufmerksam machen, die berufliche Bildung als Ausweg in den Mittelpunkt stellen und gemeinsam mit Partnerorganisationen Wege zu einer gerechteren Bildungszukunft eröffnen. 

„Berufsbildung fördern – Perspektiven schaffen“

Bei der Fastenaktion 2026 steht die Arbeit der Misereor-Partnerorganisation CODAS-Caritas Douala im Mittelpunkt. In Kamerun, einem Land, das von Konflikten, Armut und strukturellen Ungleichheiten geprägt ist, unterstützt CODAS junge Erwachsene, durch eine gute Ausbildung ihren Weg in ein unabhängiges Leben zu gehen. Die Organisation hilft, indem sie Teile der Ausbildungskosten übernimmt, zukunftsträchtige Berufsfelder für die Ausbildung junger Menschen erschließt und Berufseinsteigerinnen und -einsteiger auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt begleitet. Die persönlichen Geschichten der Teilnehmenden bestätigen: Berufsbildung verändert Leben. Sie schafft Sicherheit, stärkt Resilienz und fördert gesellschaftlichen Zusammenhalt. 
 
Misereor möchte mit der Fastenaktion 2026 nicht nur auf globale Zusammenhänge aufmerksam machen, sondern auch Menschen in Deutschland inspirieren, sich zu engagieren – durch Spenden, durch persönliches Engagement und durch solidarisches Handeln. 

Eröffnung im Bistum Limburg

Die Fastenaktion 2026 wird am Sonntag, 22. Februar, im Bistum Limburg mit einem festlichen Gottesdienst eröffnet. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Hofheim und wird live im ARD-Fernsehen übertragen.

In der Fastenzeit informiert Misereor, das in 83 Ländern Afrikas und des Nahen Ostens, Asiens und Ozeaniens, Lateinamerikas und der Karibik mit Partnerorganisationen zusammenarbeitet, über seine Projektarbeit. Am 5. Fastensonntag, 22. März 2026, werden dann in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands für die Arbeit von Misereor Spenden gesammelt.  

Kinderfastenaktion für Menschen von fünf bis zwölf Jahren

Parallel zur Fastenaktion veranstaltet Misereor 2026 wieder eine Kinderfastenaktion. Dabei wird die Figur „Rucky Reiselustig“ unterwegs in Kamerun sein und über die Situation junger Menschen und die Projektarbeit von Misereor berichten. Gemeinden, Schulen und Gruppen von Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren sind zum Mitmachen eingeladen. Materialien dazu stehen unter www.kinderfastenaktion.de zum Download bereit. 

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